Zahnimplantate

Zahnimplantate als professionelle Lösung durch Ihren Zahnarzt

Implantate sind für viele (vor allem ältere) Menschen eine wichtige Komponente im Mundraum und unersetzlich um weiterhin eine volle Beißkraft zu erhalten. Oft haben Menschen Angst, zum Zahnarzt zu gehen und sich ihre Zähne und ihren Mundraum untersuchen zu lassen. Doch manchmal ist es unumgänglich, sich vertrauensvoll von einem Zahnarzt behandeln zu lassen. Vor allem bei Implantaten und Wurzelbehandlungen ist es wichtig, einen vertrauenswürdigen Dentisten aufzusuchen.

 

Die heutige Medizintechnik ist mitunter verantwortlich, dass sich die Lebensqualität unserer heutigen Gesellschaft massiv verbessert hat und sich die Patienten auf eine professionelle Lösung durch ihren Zahnarzt vertrauen können. Vor einige Jahrhunderten sahen Wurzelbehandlungen, Zahnimplantate oder Zahnprothesen noch ganz anders aus, geschweige denn die Mundhygiene von Menschen. Erlitten Menschen zur damaligen Zeit eine Parodontose, konnte diese verheerende Auswirkungen haben. Hier erhalten Sie sämtliche Informationen zu Zahnimplantaten.

Die Geschichte der Zahnimplantate

Die Geschichte der Zahnmedizin ist groß und teilweise skurril. Aus heutiger Sicht unvorstellbar sind die ersten durch Menschenhand erstellten Zahnimplantate, die in das 7. Jhd. nach Chr. zurückgehen. Archäologen entdeckten dabei zum ersten Mal menschliche Überreste, bei denen mittels Muschelschalen versucht wurde, eine künstliche Zahnwurzel im Unterkiefer einer Frau zu implementieren. Genauere Untersuchungen am Kiefer der Frau haben ergeben, dass diese erste Form eines Zahnimplantates noch zu Lebzeiten und nicht erst nach dem Tod der Frau eingesetzt wurde. Obwohl es bereits seit mehr als 2.500 Jahren den Berufsstand des Zahnarztes gibt, waren solche medizinischen Eingriffe alles andere als Ungefährlich. Ein solcher Eingriff war mit enormen Schmerzen und Blutverlust verbunden und konnte direkt oder indirekt über Entzündungen sehr leicht zum Tod des Patienten führen. Weitere skurrile Methoden der Zahnimplantate werden ebenfalls durch Funde aus dem späten Mittelalter belegt. Hier stellten Wissenschaftler fest, dass versucht wurde, menschliche Zähne mittels Goldfäden und Elfenbein zu befestigen und somit einen künstlichen Zahnersatz zu schaffen.

 

Es Anfang des 19. Jhd. wurden die zahnmedizinischen Aktivitäten bei Zahnimplantaten professionalisiert und es kam zum ersten Mal Keramik als Material zum Einsatz.

Implantate heutzutage

Bei der heutigen Form von Zahnimplantaten werden Schraubgewinde in den Kieferknochen gebohrt um dadurch eine Zahnwurzel künstlich zu ersetzen. Nach einer Zeit von rund 3 bis 6 Monaten sind die Implantate fest mit dem Knochen verwachsen und bilden eine stabile Einheit.

 

Heutzutage bestehen Zahnimplantate vor allem aus den Materialien Titan, Keramik und Spezialkunststoff wobei der professionelle Eingriff durch einen Zahnarzt durchgeführt werden muss. Eine durchschnittliche Haltbarkeit der Implantate ist nach rund zehn Jahren noch immer zu 90% gegeben. Gegenwärtig existieren weltweit einige hundert verschiedene Arten von Implantaten. Aus Übersichtlichkeitsgründen wollen wir hier die wichtigsten Arten vorstellen: 

 

  • Titanimplantate: Schraubenimplantate aus Titan stellen aktuell die gängigste Form für ein Zahnimplantat dar. Dies liegt nicht nur an der herausragenden Stabilität von Titan, sondern auch an der überaus guten Bioverträglichkeit des Materials mit dem menschlichen Körper. Weitere positive Eigenschaften von Titanimplantaten sind die schnelle Verwachsung des Implantates mit dem Kieferknochen und die Tatsache, dass das Implantat relativ wenig kostet. Titan als Material kann keine Allergie hervorrufen (außer es besteht eine Verschmutzung durch z.B. Nickel am Implantat), sondern nur eine Unverträglichkeit. Hierbei reagiert der Körper aber auch nicht auf das Titan sondern auf das Implantat und sieht dieses als Fremdkörper an. Eine solche Unverträglichkeit ist schwer zu diagnostizieren, da sie nur schleichend und schwach auftritt und über Jahre andauern kann. Mögliche Symptome sind Müdigkeit, Übelkeit sowie  Kopfschmerzen.

 

  • Keramikimplantate: Eine weitere recht verbreitete Form von Implantaten sind die bereits oben erwähnten Keramikimplantate, die bereits seit dem Anfang des 19. Jhd. in der Zahnmedizin eingesetzt werden. Konkret handelt es sich hierbei um das enorm stabile Material Zirkon. Im Vergleich zum Titanimplantat kostet das Keramikimplantat etwas mehr, da sich die Bearbeitung hier etwas schwieriger gestaltet als bei anderen Materialien. Jedoch weißt ein Keramikimplantat  (analog eines Titanimplantates) eine absolute Bioverträglichkeit auf und umgeht das Risiko einer Verschmutzung durch z.B. Nickel. Aus ästhetischen Gründen bietet sich Keramikimplantate an, da sie die gleiche/ ähnliche Farbe besitzen wie ein Zahn. Ein Nachteil von Keramik ist, dass das Implantat nicht speziell Beschichtet werden kann, damit ein schnelleres Einwachsen mit dem Kiefer sichergestellt wird. Daher existiert hierbei eine erhöhte Wachsamkeit des Patienten beim Konsum von Lebensmittel, damit keine Schäden am Implantat auftreten. Im Fall einer Beschädigung ist unverzüglich ein Zahnarzt aufzusuchen.

 

  • Diskimplantate: Eine eher weniger verbreiterte Form von Implantaten stellen Diskimplantate dar, welche zur Gruppe der Basalimplantate zählt. Dies bedeutet, dass sich das Implantat zum Grund oder zur Basis hin orientiert. Ein Diskimplantat wird seitlich in den Kieferknochen eingesetzt. Da diese Implantate in der recht harten Schicht eines Knochen verbohrt werden, ist eine frühzeitige Belastung des Implantates möglich. Der Grund weshalb Diskimplantate gewählt werden ist die Sicherstellung des Verwachsens eines Implantates bei einer relativ geringen Knochenhöhe des Kieferknochens der Patienten.