Müll Recycling

Müll

In diesem Artikel über Müll, zeigen wir euch die derzeitige Müll Situation in Österreich, der EU und den Plastikmüll an den Weltmeeren. Als Ansporn haben wir einige Fakten zum Müll vorbereitet, die den Leser motivieren sollen Müll einzusparen. 

Wir zeigen euch die besten Tricks für ein Leben mit weniger Müll und erklären euch was Müll Recycling und "No-Waste" eigentlich bedeutet.

In diesem Artikel:

  • So viel Müll produziert jeder von uns!
  • Recycling - die Lösung der Probleme?
  • Plastikmüll an Land und im Meer.
  • Müll Entsorgung in Europa.
  • So vermeiden Sie Müll!
  • Zero Waste - Ein Leben ohne Müll!

Anzeige Bambus Zahnbürste
Anzeige Bio Zahnpasta


So viel Müll produziert jeder von uns!

Der Vergleich des Müllaufkommens pro Kopf zeigt, dass Österreich mehr Müll produziert, als der EU Durchschnitt. In einer Statistik des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) aus dem Jahr 2014 wird deutlich, dass Österreich zwar nicht gerade einer der großen  Stinkstiefel in der EU ist, jedoch dennoch über dem Durchschnitt des EU Müllaufkommens liegt. 

kommunales Müllaufkommen pro Kopf deutlich.

  • Dänemark: 758 Kilo
  • Deutschland: 618 Kilo
  • Zypern: 617 Kilo
  • Luxemburg: 616 Kilo
  • Frankreich: 509 Kilo
  • Italien: 488 Kilo
  • Vereinigtes Königreich: 482 Kilo
  • Österreich: 481 Kilo
  • EU Schnitt: 474 Kilo

Alle liegen damit recht deutlich über dem EU-Schnitt von 474 Kilo pro Kopf und Jahr. Doch es gibt auch erfreulichere Zahlen: So befinden sich etwa Tschechien (310 Kilo) oder Polen (272 Kilo) weit unter dem EU-Durchschnitt.

Um Ihren persönlichen Müllverbrauch zu berechnen können Sie unser Tool zur Berechnung des persönlichen Mülls verwenden:

Recycling - Die Lösung auf alle Probleme?!

Die Lösung für das auftretende Problem der drohenden Müllüberlastung ist der Ausbau von Recycling- und Sortieranlagen und eine generell größere Bereitschaft, Plastik zu recyceln und recyceltes Plastik auch zu verwenden. Für die Umwelt ist es in der Regel besser, Recyclingmaterialien einzusetzen, weil das unterm Strich Rohstoffe und auch Treibhausgase einspart.
Noch ist aber der Widerstand der Industrie, also etwa beispielsweise der Verpackungshersteller, groß, Recyclingkunststoffe einzusetzen. Es wird aber kein Weg daran vorbei führen, zukünftig recyceltes Plastik in der Produktion zu verwenden. Attraktiver gemacht werden könnte die Verwendung von recycelten Kunststoffen beispielsweise durch steuerliche Vergünstigungen für die Hersteller. Notfalls könnten auch Mindestvorgaben zur Verwendung von recycelten Rohstoffen gesetzlich vorgeschrieben werden, was von diversen europäischen Regierungen bereits angedacht wird.
Ein weiterer Schritt wäre das schon teilweise durchgesetzte Verbot von Plastiktaschen, das beispielsweise schon in ganz Italien gilt. Setzt man ein solches europaweit um, ließe sich ein großer Bestandteil des europäischen Müllvolumens einsparen.

Plastikmüll

Mikroplastik

Bei Mikroplastik handelt es sich um feine Partikel aus Plastikmüll. Diese Partikel werden teilweise von der Industrie selbst eingesetzt oder entstehen durch den Zerfall von Plastikmüll. 

Die feinen Partikel des Mikroplastik im Müll können giftig, krebserregend und hormonaktiv im Körper wirken. Bei einer Untersuchung zeigte sich, das bereits 73% aller Fische bei Neufundland Rückstände von Mikroplastik in ihrem Darm beherbergen

Bisphenol A - BPA

Die Industriechemikalie mit hormoneller Wirkung findet sich oft in Plastikprodukten, Epoxidharz und Thermopapier. Weltweit werden große Mengen dieser Produkte sowohl produziert als auch verwendet. Hierbei wird dieser Stoff vom Menschen über unterschiedliche Wege aufgenommen.

In welchen Produkten das Toxin enthalten ist und die Grenzwerte und Richtlinien in Österreich und anderen Ländern zu Mikroplastik und Bisphenol A lesen Sie im folgenden Absatz!

Klimawandel

BPA ist eine äußerst wichtige Chemikalie. Sie zählt zu den meist produzierten Stoffen weltweit. Leider wurde jedoch nachgewiesen, dass Bisphenol A im Körper aktiv ist und den Körper in mehreren Arten schadet. 

Bisphenol A ist ein endokrin wirksamer Stoff. Das bedeutet, dass bei Zufuhr dieses Stoffes vor allem unsere Hormondrüsen beeinträchtigt werden. Bei Tierversuchen hat man herausgefunden, dass BPA auch das Nervensystem beeinträchtigt. Zusätzlich ist es für Prostata, Harnwege und das Herz-Kreislaufsystem schädlich. 

Bei sehr hoher Dosierung konnten sogar verspätete Geschlechtsreife oder gar komplette Unfruchtbarkeit nachgewiesen werden. Das Hauptproblem ist hierbei, dass Bisphenol A wie das Hormon Östrogen wirkt. Östrogen, oder auch Schwangerschaftshormon ist das weibliche Hormon, das ebenfalls bei der Antibaby Pille zum Einsatz kommt. 

Nehmen nun Männer den Stoff ein kann es zur Unfruchtbarkeit kommen. In Amerika wurde zu diesem Zweck eine Studie unternommen, die beweisen konnte, dass bei hohen Mengen an BPA die Qualität der Spermien zurückgeht. Diesen Effekt beobachtet man aber nicht nur bei Menschen. 

Wie die EU bereits warnt sind sogar an den Polkappen der Erde bereits Mikroplastik-Ablagerungen zu finden. Das bedeutet, dass auch andere Lebewesen durch BPA im Wasser verweiblichen. Liste der Produkte in denen man BPA findet: CDs DVDs Spielzeug Schnuller Kosmetika Zahnbürsten aus Kunststoff Plastikgeschirr Beschichtungen Epoxidharz Kassabons Quittungen Konservenbeschichtungen Getränkedosen Lebensmittelverpackungen.

In der EU sind seit 2011 Babyflaschen und Schnuller mit BPA verboten. Das ist sinnvoll, denn gerade Babies leiden enorm an den Folgen der BPA Einnahme. 

In Österreich ist die Produktion von BPA haltigen Schnullern seit 2011 ebenfalls verboten. 



Plastik im Meer

Rund 13.000 Plastikpartikel befinden sich in jedem Quadratmeter unseres Meeres! Durch Meeresströmungen werden die Partikel auf die ganze Welt weitergetragen und sammeln sich oft an kurzen Küstenabschnitten zu richtigen Plastikwellen zusammen. Wir finden, das muss nicht sein und verzichten deshalb auf den Einsatz von Plastik. 

Müll Entsorgung in Europa

China, ein großer Abnehmer von Europas Plastikmüll, hat einen Importstopp auf Plastikmüll und verschiedene weitere Arten von Müll verhängt. Doch was bedeutet das nun für Europa und die Weltgemeinschaft? Welche Konsequenzen drohen? Und welche möglichen Lösungen gibt es?

China hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als einer der wichtigsten Müllimporteure gemacht. 56 Prozent aller Plastikabfälle weltweit werden nach China gebracht, meistens werden diese in großen Containerschiff in die Volksrepublik verschifft. Die größten Lieferanten von unsortiertem Plastikmüll sind die USA und Japan, darauf folgen bald Deutschland und Großbritannien.

Die EU-Mitgliedsstaaten verschiffen 87 Prozent aller Plastikabfälle nach China, wo der Müll teilweise noch per Hand sortiert und dann zur Herstellung von Kunststoffen genutzt wird. Teilweise wird er aber auch verbrannt. Chinas Müllimporte begannen in den frühen 90er-Jahren. Dass darunter schon damals giftige Stoffe zu finden waren und die Arbeitskräfte oft auch schädlichen Stoffen ausgesetzt waren, kümmerte in China lange Zeit niemanden. Doch damit ist jetzt endgültig Schluss.

Seit dem 1. Jänner 2018 gilt nämlich ein Importstopp für verschiedene Recyclingmaterialien – darunter unsortierter Plastikabfall, Altpapier, alte CDs und alte Textilien. Die Begründung der chinesischen Regierung: Der Müll sei zu dreckig und zu gefährlich. Man wolle die Umwelt und die Gesundheit der Menschen schützen und nicht mehr als weltweite Müllkippe einspringen, so die chinesische Staatsspitze. 

Zudem nimmt der eigene Müll im Land zu: Die Wirtschaft boomt und die Bevölkerung wächst parallel dazu rasant an, was zu großen Mengen Müll und zahlreichen Umweltproblemen geführt hat. Viele Städte Chinas ersticken im dichten Smog, zahlreiche Gewässer sind bereits verschmutzt. Deswegen hat sich die chinesische Regierung jetzt Strategien zum Schutz der Umwelt verschrieben – dazu zählen unter anderem eben der erklärte Aufnahmestopp von ausländischem Müll.

Doch welche Konsequenzen hat dieser Importstopp jetzt für die Weltgemeinschaft und im Speziellen für Europa? Die erste und sichtbarste Konsequenz ist mit Sicherheit, dass der früher exportierte (Plastik)Müll jetzt in den Ursprungsländern verbleibt.

Anstatt ihn also einfach bequem zu verschicken, müssen sich die jeweiligen Staaten Lösungen überlegen, um mit den so wachsenden Müllbergen umzugehen. Wenn die einfachste Lösung, das Exportieren, wegfällt, verbleiben also nur noch drei Optionen: Recyceln, verbrennen oder auf die Deponie. Doch die Müllverbrennungsanlagen sind schon jetzt, wegen des Mülls den wir ohnehin behalten, ausgelastet.

Mülldeponien benötigen wertvolle Fläche, außerdem werden beim Müllabbau Klimagase frei, die den Klimawandel weiter vorantreiben.

Müll vermeiden

Als Verbraucher kann man versuchen am Abfall zu sparen, wo immer es möglich ist. Außerdem sollte man beim Einkauf von Plastikprodukten darauf achten, zu recyceltem Plastik zu greifen, um so den Druck auf Produzenten zu erhöhen, mehr recyceltes Plastik bei der Produktion zu verwenden.

Natürlich ist es dabei auch wichtig, seinen Plastikmüll sauber zu trennen, um dadurch das Recyclen überhaupt erst möglich zu machen und zu vereinfachen.
Man kann zudem auch einfach unnötiges Plastik reduzieren, also beispielsweise Einwegflaschen und andere Plastikartikel weglassen.

Beim Einkaufen kann man eine Stofftasche mitnehmen, um nicht auf Plastiktaschen angewiesen zu sein. Und auch mit unseren biologisch abbaubaren Bambuszahnbürsten von Apfeldental spart man unnötiges Plastik.



Zero Waste

Ein Leben ohne Müll

Das tägliche Leben meistern, einen Haushalt führen - das alles, ohne dass Müll anfällt? Klingt schwierig, doch es ist möglich - und in Zeiten wachsender Müllberge und großflächiger Müllinseln im Meer sogar bitter notwendig.

In diesem Absatz stellen wir das Thema Zero Waste vor, ein Konzept, das in den letzten Jahren immer mehr Zulauf erfahren hat und in unserer Gesellschaft einen immer größeren Platz einnimmt.

Definition Zero waste

Das Konzept Zero Waste beschreibt das Vorhaben, den Müllberg, der von jeder Person, jeder Familie, jedem Haushalt, jeder Organisation und jedem Unternehmen produziert wird, zu reduzieren.

Zusätzlich sollen so wenige Ressourcen wie möglich verschwendet werden und die Abfallmenge möglichst klein gehalten werden. Das Fazit heißt also: Wieder lernen zu leben in einer Art und Weise die wenig bis gar keinen Abfall anfallen lässt. Hierbei stehen vor allem unnötige Verpackungen im Fokus, die die Müllberge sinnlos wachsen lassen.

Populär wurde das Konzept Zero Waste im Jahr 2008 durch die Amerikanerin mit französischen Wurzeln Bea Johnson. In ihrem Blog beziehungsweise Buch „Zero Waste Home - Glücklich leben ohne Müll“ stellte sie das Konzept Zero Waste erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor - der Bestseller wurde später sogar in 20 Sprachen übersetzt.
Heute verdient sie ihr Geld als Zero Waste Lifestyle-Expertin und produziert zusammen mit ihrer Familie - unglaublich aber wahr - nur einen Liter Müll im Jahr!

Gründe für Zero Waste

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum man damit beginnen sollte, seine eigene Müllproduktion zu verringern.

Gründe für ein Leben mit weniger Müll und um Müll zu vermeiden:

  1. Umweltschutz
  2. Energie und Ressourcen
  3. Gesundheit

Umweltschutz:
Plastikmüll ist nicht biologisch abbaubar und bleibt teilweise über Jahrzehnte in unserer Umwelt bestehen. Wir alle haben schon einmal Fotos von Fischen oder Meeresvögeln gesehen, die sich in einem Stück Plastik verfangen haben und dabei gestorben sind. Doch nicht nur das: Da sich Plastik im Meer immer mehr verkleinert, nehmen es Fische irgendwann zusammen mit ihrer Nahrung auf - und wir dann wieder mit den Fischen. Klingt unappetitlich - ist es auch.

Energie und Ressourcen: 
Ohne Frage, einige Dinge des alltäglichen Gebrauchs müssen in der einen oder anderen Weise verpackt sein. Leider findet man in Läden aber auch viele Verpackungen, die nicht notwendig sind und die es aber trotzdem gibt. Auch sie müssen produziert werden - produziert, um von uns gleich nach dem Einkauf entsorgt zu werden. Damit verschwenden wir nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern auch Energie, die man besser für andere Dinge nutzen könnte.

Gesundheit:
Die Zusatzstoffe, die sich beispielsweise in Plastikverpackungen befinden, können teilweise in die Dinge, die darin verpackt sind, übergehen. Handelt es sich dabei auch noch um ein Lebensmittel, können wir diese dann durch unsere Nahrung zu uns nehmen - und das kann Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Noch ist zwar nicht restlos geklärt, wie sich zum Beispiel Weichmacher im Körper verhalten, doch nur einige mögliche Folgen sind etwa Allergien oder sogar Krebs.

Wie lebt man ohne Müll?

Doch jetzt stellt sich vor allem eine Frage: Wie lebt man denn nun Zero Waste?

Das Ganze klingt ja doch recht aufwändig und kompliziert. Aber keine Sorge: Der erste Schritt muss kein großer sein. Auch wer klein beginnt, kann sein Leben und seine Müllproduktion Schritt für Schritt umstellen.
An erster Stelle steht die Information: Internetrecherchen, Blogs, Artikel zum Thema Zero Waste können Anstöße dafür geben, wie man künftig mit weniger Müll auskommen könnte.
Danach kann man anfangs ein einziges Produkt oder eine einzige Sache auswählen, die man fortan ohne Verpackung kaufen möchte oder bei der man Verpackung einsparen möchte - wie gesagt, man sollte sein Leben Schritt für Schritt umstellen. Dazu kann man beispielsweise auch seine eigenen Behälter zum Einkaufen mitbringen: Stofftaschen, verschließbare Dosen usw.
Weiters sollte man offen verkaufte Lebensmittel den bereits verpackten vorziehen - hier bieten lokale Märkte oder auch Bioläden eine Bandbreite an nicht verpackten Lebensmittel wie etwa Gemüse und Obst, die man in seinen eigenen Behältern mit nach Hause nehmen kann.
Wer weiter gehen möchte kann sogar seine eigenen Produkte herstellen - und damit noch mehr Verpackung einsparen. Online gibt es zahlreiche Anleitungen, Reinigungsprodukte oder Kosmetika selbst herzustellen. Diese haben oftmals sogar noch den Vorteil, umweltfreundlicher und mit weniger Zusatzstoffen versehen zu sein.

Einfach ein bisschen recherchieren - die Möglichkeiten, Müll zu reduzieren und eigentlich verpackte Produkte einfach selbst herzustellen, sind nicht enden wollend. Und natürlich sparen auch unsere biologisch abbaubaren Zahnbürsten von Apfeldental, die einfach im Biomüll entsorgt werden können, Unmengen an Plastikmüll.

Und ganz besonders wichtig: Zero Waste bedeutet nicht, von heute auf morgen seinen kompletten Müll loszuwerden - viel mehr bedeutet es, sich bewusst zu werden, was man konsumiert und mit diesem neuen Bewusstsein müllreduzierter zu leben.


Weitere spannende Artikel, die dir gefallen könnten:


Apfeldental hofft Ihnen mit dem Artikel "Müll" weitergeholfen zu haben. Wir versuchen laufend über interessante Themen zu berichten und sprechen dabei mit Experten um die besten Informationen für Sie rauszuholen.

Unsere Apfeldental Community erfreut sich immer mehr Leser und wir würden uns freuen wenn auch Sie diese Seite Ihren Freunden zeigen. Oder Sie hinterlassen einfach ein kurzes "Hallo" in der Kommentarbox und geben uns ein kurzes Feedback. Sagen Sie uns doch einfach was Sie persönlich über Zahnfleischbluten denken! 

Apfeldental ist ein Unternehmen, das sich auf das Angebot von natürlichen Zahnpflege Produkten made in Austria spezialisiert hat. Schauen Sie im Onlineshop vorbei und stöbern Sie in unseren Angeboten. Die Bambus Zahnbürsten und unsere Bio Zahnpasta erfreuen sich großer Beliebtheit. Unterstützen auch Sie jetzt notleidende Menschen mit unserem Spendenprogramm pro verkaufter Zahnbürste. 

Ihr Apfeldental.at Team.

Teile den Link zu dieser Seite einfach mit dem Facebook- oder Email Button mit Freunden:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0